Über mich




Wie hat das mit der Malerei eigentlich angefangen?

Bereits als Kind habe ich gern den Stift in die Hand genommen und meiner Kreativität freien Lauf gelassen. Während andere Kinder im Kunstunterricht immer wieder zum "Tuschkasten" griffen, probierte ich schon immer gern unterschiedliche Materialien aus.

In der Oberschule begann ich, nach dem Vorbild meiner liebsten Cartoons und Animes, mit dem Zeichnen und übte dies auch jahrelang aus.
Während meine Mutter lieber den Pinsel in die Hand nahm, hatte ich irgendwie zu großen Respekt davor – den Bleistift konnte man einfach wegradieren, aber mit Acryl- oder gar Ölfarbe ging das nicht so einfach. Und dann verschwendet man eine teure Leinwand?! Davor hatte ich zu viel Respekt. ;)

Mit der Zeit wurde ich aber doch neugieriger. Meine Mutter malte (und tut es jetzt auch wieder) so wunderschöne Landschaften mit Bergen, Schneeszenerien, Stränden oder Sonnenuntergängen – das hatte mich nun doch angefixt. Meine erste Leinwand wurde bemalt und das Medium Acryl hatte mich angefixt. Neben dem Bleistift nahm ich nun je nach Lust und Laune auch mal den Pinsel in die Hand.

In der Oberschule wurden dann Pinsel und Farbe im Kunstkurs viel genutzt, sodass ich die "Angst" davor verlor und nun nutzte ich gern Acrylfarben, Tempera, Gouache, Aquarellfarben oder auch Öl – je nachdem, was uns zur Verfügung gestellt wurde – um meinen Bildern Farbe einzuhauchen.

Und dann war erstmal jahrelang...nichts.

Und dann begann das "richtige" Leben… Wenig Zeit, viel zu tun. Schulabschluss, Nebenjobs, Ausbildung, Arbeit – irgendwie hatte der Tag immer viel zu wenige Stunden, um die Kreativität zu nutzen.

Direkt nach der Oberschule habe ich mich dann an zwei Kunsthochschulen/Unis in Berlin für ein Kunststudium beworben. Ich wurde nicht angenommen und habe mich dann alternativ für einen anderen Weg entschieden - bis die Pinsel und Farben irgendwann vollständig einstaubten.
Die Bilder für die Bewerbungsmappe waren das letzte, große künstlerische Projekt, welches ich in Angriff nahm.

Obwohl ich das ganze Material Zuhause hatte und auch nach zwei Umzügen nie weggeworfen habe, habe ich es nicht angerührt. Ich habe es nie so richtig "gefühlt" und hatte dann auch wenig Zeit oder Muße.
Ich habe dann leider viele, viele Jahre nicht mehr gemalt.

Die Malerei holte mich aus einem Loch.

Mitte des Jahres 2019 fiel ich in ein kleines Loch. Körperlich und geistig war ich nicht mehr zu 100% auf der Höhe. Ich war unglücklich auf meiner Arbeitsstelle, habe mir vieles zu sehr zu Herzen genommen und war auch an freien Tagen, am Wochenende oder im Urlaub dauergestresst. Ich konnte nur noch an die Arbeit denken und habe meinen Kopf nicht mehr frei bekommen. Dadurch litten Körper und Geist.

Im Sommer habe ich mir von heute auf morgen neues Equipment – Farben, Pinsel, Leinwände, Mischpaletten etc. – gekauft und ein Bild fürs Wohnzimmer gemalt. Die Wand war mir zu leer und ich wollte es nochmal wagen, etwas Kreatives auszuprobieren und dadurch vielleicht etwas zur Ruhe zu kommen. Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Die Malerei hat mir Kraft gegeben und war wie ein Ruhepol für mich. Sobald ich Farbe auf die Leinwand gebracht habe, war mein Kopf leer. Ich habe endlich abschalten können!

Ich habe dann etwas gemacht, was ich mich vorher nie getraut hätte, weil ich nicht die Kraft dazu hatte: Ich habe meinen Job gekündigt, mir eine Auszeit genommen, um mich wieder besser zu fühlen und habe dann einen neuen Job angefangen – einfach so. Ohne ewig darüber nachzudenken. Ohne es zu "ZERdenken". Ich hätte das vorher niemals gewagt, aber die Kreativität hat mich aus diesem Loch rausgeholt und ich wusste, dass ich etwas ändern musste. Es hat sich richtig angefühlt. Ich war endlich wieder auf der Höhe.



Mit meinen Bildern drücke ich mich aus.

Die meisten meiner Bilder sind bunt, mit satten Farben, aber auch oft mit vielen dunklen Stellen. Ich vereine tiefe Galaxien mit einer schönen Blumenlandschaft, kombiniere niedliche Tiere mit metallischen, tiefen Hintergründen oder verbinde blaue Unterwasserlandschaften mit geometrischen, träumerischen Mandalas.
In meinen Bildern steckt häufig auch ein Teil von mir. Ich kann mich in meinen Bildern ausdrücken und lasse meine Gefühle mit einfließen.

Manchmal fällt mir auch erst hinterher auf, was ich während des Malens gefühlt habe, sodass ich bei jedem Bild auch mehr über mich lerne. :)

Und was plane ich für die Zukunft?

Weitere Ausstellungen, Workshops & Co. sind geplant.
Der Austausch und die Meinung zu meinen Bildern finde ich einfach unheimlich spannend und ich freue mich immer über Input von anderen.
Ich lasse mich aber komplett überraschen, was die nächsten Monate sonst noch passiert und verbringe weiterhin den Großteil meiner Freizeit mit Malen – denn das macht mich am Glücklichsten.